Zusammenfassung: Matthias Hardt holt 3000m-Hindernistitel in Berlin - Tina Böhm läuft in die deutsch

Super Erfolg für Matthias Hardt (Bild) bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin. Der Mittelstreckler holte sich im Mommsenstadion seinen ersten Titel auf Norddeutscher Ebene über 3000m Hindernis. Der OTBer setzte sich in 9:35,63 Minuten gegen starke Konkurrenz durch. Im Ziel hatte er fast eine halbe Minute Vorsprung vor Silbermedaillengewinner Fabian Kuklinski aus Hannover bzw. Bronzemedaillengewinner Kilian Jurrat vom SC Neubrandenburg. Bei schwül-warmen Temperaturen verfehlte der Mittelstreckler seine Bestzeit aus dem Vorjahr von 9:27,81 Minuten nur knapp. Dabei hing der Erfolg von Matthias aufgrund von Verkehrsbehinderungen bei der Anreise an einem seidenen Faden. Bei Hannover stand der OTBer über zwei Stunden im Stau und erreichte das Stadion in Berlin erst 35 Minuten vor dem Startschuss. Zum Warmmachen blieben nach Erledigung der Formalitäten dann nur noch knappe zehn Minuten und so musste der spätere Sieger den ersten Wettkampfkilometer nutzen, um überhaupt seinen Laufrhythmus zu finden.

„Aufgrund der Länge der Fahrt fühlte ich mich ziemlich geplättet, sodass ich mir dachte, dass ich die ersten Runden erst mal nutze, um reinzukommen und dann versuche mein Rennen durchzuziehen. Aufgrund der Meldeliste wusste ich ja, dass der Titel drinsitzen könnte. Dass es trotz des Chaos bei der Anfahrt dann zu meinem ersten Titel gereicht hat, ist natürlich richtig geil. Die Zeit war dann irgendwie auch egal. Der letzte Kilometer war der schnellste und das zeigt mir eigentlich, dass ich recht gut drauf bin im Moment.“- so Matthias nach dem Rennen.

Für die zweite große Sensation bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin sorgte seine Vereinskameradin Tina Böhm. Die OTBerin verbesserte im Mommsenstadion als Zweite und Norddeutsche Vizemeisterin den 33 Jahre alten Stadtrekord von Petra Karsch über 400m Hürden um 2 /100Sekunden auf starke 59,85 Sekunden. Bislang stand ihre Bestzeit bei 61,45 Sek. - aufgestellt bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel. Bei der Deutschen Meisterschaft wäre sie mit der neuen Bestzeit Siebte geworden. In der ewigen niedersächsischen Bestenliste liegt sie nun auf einem hervorragenden 14. Rang. Selbst Trainer Michael Karsch, der parallel bei der Europameisterschaft in Amsterdam weilte, hatte mit einer solchen Leistung nicht gerechnet. Über 400m gab es für Tina ebenfalls eine neue Bestzeit. Mit 57,13 Sekunden landete sie auf dem sechsten Rang. Tina`s Ehemann Jan Niklas Böhm wurde Siebter über 1500m in 4:02,47 Minuten und Zehnter über 800m in 1:57,66 Minuten.

Ewige nds. Bestenliste 400m Hürden Damen

54,22 Silvia Rieger SV Emden-Harsweg Johannesburg 11.09.1998

55,76 Gesine Schmidt ATS Cuxhaven Erfurt 03.07.1994

56,97 Inga-Maria Müller LG Hannover Göttingen 27.06.2009

57,49 Anna Raukuc Emder LG Regensburg 07.06.2015

57,86 Laura Gläsner VfL Eintracht Hannover Hannover 28.06.2016

57,90 Sabine Nolte LG Göttingen Berlin 20.07.1985

58,17 Regina Westedt VFL Wolfsburg Düsseldorf 06.07.1978

58,21 Lea Ahrens LAV Bad Harzburg Cali/Kolumbien 18.07.2015

58,63 Hedda Jacob SV Emden-Harsweg Mannheim 13.06.1998

59,00 Heike Huneke VFL Ockenhausen Oldenburg 01.07.1984

59,06 Sarah Kuhlmann OFV Ostercappeln Berlin 03.07.1998

59,22 Kristin Ringel SV Emden-Harsweg Berlin 27.06.1998

59,53 Silke Harms TSV Stelle Oldenburg 15.07.1990

59,85 Tina Böhm OTB Osnabrück Berlin 09.07.2016

59,87 Petra Karsch OTB Osnabrück Oldenburg 12.06.1983

Tina Böhm nach dem Lauf:

"Also, nach den Deutschen Meisterschaften war für mich eigentlich etwas die Luft raus und ich hab mir im Training etwas mehr Ruhe gegönnt! Bei der Aufwärmung heute habe ich dann aber gemerkt, dass ich nochmal Bestzeit rennen kann, der Probestart zur ersten Hürde hat gut geklappt, meine Stimmung passte! Da mein Start nicht der beste ist, hatte die spätere Siegerin, eine Bahn links von mir laufend, mich bei der zweiten Hürde schon eingeholt. Und ab da war es ein Zweikampf, stets auf einer höher waren wir unterwegs, selbst in der zweiten Kurve ließ ich sie nicht weit wegkommen, obwohl sie noch einen Kurvenvorteil hatte. Auf der Zielgerade konnte ich noch wahnsinnig gut dagegen halten, aber ganz hat's für den Titel am Ende nicht gereicht, zwei Zehntel war Laura Gläsner dann vor mir! Die Zeit unter 60 habe ich mir -ehrlich gesagt- für die nächste Saison vorgenommen! Heute haben alle Hürden gepasst! Wahnsinn, ich kann noch gar nicht fassen, dass ich eben unter 60 gerannt bin! Mit dieser Zeit geht für mich ein Traum in Erfüllung!"

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