Zusammenfassung Juli 2016

August 5, 2016

 

 

 

Eine durchstartende 400m-Hürden-Läuferin, ein Gipsarm bei Deutschen Meisterschaften, ein Hindernisläufer mit Verkehrshindernissen, ein Start in Luxemburg und vier entscheidende Hundertstelsekunden - der Juli 2016 hatte sportlich wieder einiges zu bieten. Zum Nachlesen bieten wir Euch die nachfolgende Zusammenfassung an.

 

 

René Menzel Vierter bei Deutscher Hochschulmeisterschaft - Dustin Karsch gewinnt 21. Bad Essener Nacht

 

In Mosbach am Neckar fanden in diesem Jahr die Deutschen Hochschulmeisterschaften über 10 km Straße statt. Zugleich fand dort ein Stadtlauf über 10km statt. Vom OTB starteten dort Nicolai Riechers und René Menzel. Beide Aktive haben in diesem Jahr bereits hervorragende Ergebnisse erzielt. In Mosbach setzte sich bereits in der ersten von 5 Runden eine Vierergruppe mit Johannes Estner, Niels Bubel, Sascha Strötzel und René Menzel deutlich vom Verfolgerfeld ab. In Runde zwei verloren Sascha Strötzel und René Menzel jedoch den Anschluss, so dass sich das Rennen auf ein Duell zwischen Johannes Estner und Niels Bubel zuspitzte. Am Ende der dritten Runde hatte Johannes Estner einem scharfen und rennentscheidenden Antritt von Niels Bubel jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. Von hinten konnte dann noch Nicolai Riechers auf den vierten Platz nach vorne laufen. Wie rasant das Meisterschaftsrennen war, zeigt die Tatsache, dass Nicolai Riechers in 32:40 Min. noch unter der alten Streckenrekordmarke von 32:53 Min. blieb. Direkt hinter Nicolai kam René Menzel ins Ziel, der in 33:20 Minuten Fünfter wurde. In der Hochschulwertung belegte René den vierten Rang, in der Mannschaftswertung sogar den ersten Rang.

 

Nicht so heiß wie im vergangenen Jahr war es beim Bad Essener Abendlauf 2016. Höhepunkt der Veranstaltung war wieder einmal der 10km-Hauptlauf, bei dem Dustin Karsch in starken 31:56 Minuten mit über 1 Minute Vorsprung siegte.

 

 

Tom Spierenburg mit prima Leistung bei DM in Aachen

 

Eine prima Leistung mit einem respektablen 20. Rang schaffte der 14jährige Tom Spierenburg bei den Deutschen Meisterschaften im Blockwettkampf Sprint/Sprung in Aachen. Dabei wiederholte er mit 2583 Punkten fast seine Punktzahl von den Landemeisterschaften in Stuhr, wo er knapp geschlagen die Vizemeisterschaft erreichte. In Aachten stellte Tom über 80m Hürden mit 12,06 Sekunden sogar eine neue Bestleistung auf und auch mit seinen weiteren Leistungen von 1,52 Metern im Hochsprung, 12,40 Sek. über 100m, 5,25 Meter im Weitsprung und 27,99 Meter im Speerwerfen konnte er zufrieden sein.

 

Erst Stau – dann Titel: Matthias Hardt holt 3000m-Hindernistitel in Berlin - Tina Böhm läuft in die deutsche Spitzenklasse

Super Erfolg für Matthias Hardt (Bild)  bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin. Der Mittelstreckler holte sich im Mommsenstadion seinen ersten Titel auf Norddeutscher Ebene über 3000m Hindernis. Der OTBer setzte sich in 9:35,63 Minuten gegen starke Konkurrenz durch. Im Ziel hatte er fast eine halbe Minute Vorsprung vor Silbermedaillengewinner Fabian Kuklinski aus Hannover bzw. Bronzemedaillengewinner Kilian Jurrat vom SC Neubrandenburg. Bei schwül-warmen Temperaturen verfehlte der Mittelstreckler seine Bestzeit aus dem Vorjahr von 9:27,81 Minuten nur knapp. Dabei hing der Erfolg von Matthias aufgrund von Verkehrsbehinderungen bei der Anreise an einem seidenen Faden. Bei Hannover stand der OTBer über zwei Stunden im Stau und erreichte das Stadion in Berlin erst 35 Minuten vor dem Startschuss. Zum Warmmachen blieben nach Erledigung der Formalitäten dann nur noch knappe zehn Minuten und so musste der spätere Sieger den ersten Wettkampfkilometer nutzen, um überhaupt seinen Laufrhythmus zu finden. 

„Aufgrund der Länge der Fahrt fühlte ich mich ziemlich geplättet, sodass ich mir dachte, dass ich die ersten Runden erst mal nutze, um reinzukommen und dann versuche mein Rennen durchzuziehen. Aufgrund der Meldeliste wusste ich ja, dass der Titel drinsitzen könnte. Dass es trotz des Chaos bei der Anfahrt dann zu meinem ersten Titel gereicht hat, ist natürlich richtig geil. Die Zeit war dann irgendwie auch egal. Der letzte Kilometer war der schnellste und das zeigt mir eigentlich, dass ich recht gut drauf bin im Moment.“

Für die zweite große Sensation bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin sorgte seine Vereinskameradin Tina Böhm. Die OTBerin verbesserte im Mommsenstadion als Zweite und Norddeutsche Vizemeisterin den 33 Jahre alten Stadtrekord von Petra Karsch über 400m Hürden um 2 /100Sekunden auf starke 59,85 Sekunden. Bislang stand ihre Bestzeit bei 61,45 Sek. - aufgestellt bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel. Bei der Deutschen Meisterschaft wäre sie mit der neuen Bestzeit Siebte geworden. In der ewigen niedersächsischen Bestenliste liegt sie nun auf einem hervorragenden 14. Rang. Selbst Trainer Michael Karsch, der parallel bei der Europameisterschaft in Amsterdam weilte, hatte mit einer solchen Leistung nicht gerechnet. Über 400m gab es für Tina ebenfalls eine neue Bestzeit. Mit 57,13 Sekunden landete sie auf dem sechsten Rang. Tina`s Ehemann Jan Niklas Böhm wurde Siebter über 1500m in 4:02,47 Minuten und Zehnter über 800m in 1:57,66 Minuten.

 

 

Tina Böhm nach dem Lauf:

"Also, nach den Deutschen Meisterschaften war für mich eigentlich etwas die Luft raus und ich hab mir im Training etwas mehr Ruhe gegönnt! Bei der Aufwärmung heute habe ich dann aber gemerkt, dass ich nochmal Bestzeit rennen kann, der Probestart zur ersten Hürde hat gut geklappt, meine Stimmung passte! Da mein Start nicht der beste ist, hatte die spätere Siegerin, eine Bahn links von mir laufend, mich bei der zweiten Hürde schon eingeholt. Und ab da war es ein Zweikampf, stets auf einer höher waren wir unterwegs, selbst in der zweiten Kurve ließ ich sie nicht weit wegkommen, obwohl sie noch einen Kurvenvorteil hatte. Auf der Zielgerade konnte ich noch wahnsinnig gut dagegen halten, aber ganz hat's für den Titel am Ende nicht gereicht, zwei Zehntel war Laura Gläsner dann vor mir! Die Zeit unter 60 habe ich mir -ehrlich gesagt- für die nächste Saison vorgenommen! Heute haben alle Hürden gepasst! Wahnsinn, ich kann noch gar nicht fassen, dass ich eben unter 60 gerannt bin! Mit dieser Zeit geht für mich ein Traum in Erfüllung!"

 

Dominik Köpke trumpft auf – Norddeutscher Meister und DM-Quali

 

Bei den Norddeutschen Meisterschaften der U 20 und der U16 in Rostock schlug die große Stunde von Dominik Köpke vom OTB. Über 400m-Hürden unterbot Dominik die Qualifikationsnorm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach und wurde gleichzeitig Norddeutscher Meister. Mit seiner Siegerzeit von 56,51 Sek. setzte er sich gleichzeitig auf Platz 11 in der Deutschen Bestenliste. Nach mehreren Mannschafts- und Staffeltitel war der Gewinn der Meisterschaft in Rostock der erste Einzeltitel für den Schützling von Trainer Friedhelm Peselmann in einer Einzeldisziplin. Umso schöner ist es, dass er sich gleich den Nordtitel sichern konnte. In Rostock führte Dominik von Anfang an und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Es war für den OTBer erst der zweite 400m-Hűrdenlauf in diesem Sommer. Bei seinem ersten Lauf hatte Dominik die Qualifikation fűr die Deutschen noch um 5/100 Sek. verpasst. Bis zu den Deutschen Meisterschaften liegt das Hauptaugenmerk im Training auf Verbesserung der Hűrdentechnik und des Rhythmus zwischen den Hürden.

 

Tina Böhm startet jetzt auch über 800m durch: 2:13,05 Minuten!

 

Der Trip hat sich aber mal so richtig gelohnt. In Delmenhorst pulverisierte Tina Böhm jetzt auch ihre 800m-Bestzeit. Ihre neue Bestmarke steht bei tollen 2:13,05 Minuten - über 3 Sekunden schneller als zuvor! Nach dem Stadtrekord über 400m Hürden in 59,85 Sekunden nun die zweite Topzeit hintereinander. Matthias Hardt kam in Delmenhorst auf gute 1:55,39 Minuten.

 

 

Mit Gipsarm am Start bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach

Dominik Köpke, Daniel Wieczorek und die 4 x 100 m Staffel unserer Startgemeinschaft OTB/Quitt Ankum als Teilnehmer an den Deutschen Jugendmeisterschaften in Mönchengladbach erlebten ein Wochenende voller Höhen und Tiefen.

Als erster durfte am Samstag Daniel an den Start gehen. Der 100 m Vorlauf stand auf dem Programm. Nach einem für seine Verhältnisse verhaltenem Start kam Daniel ganz gut in den Lauf und stellte seine persönliche Bestzeit von 11,05 Sek. ein. Daniel erzielte die achtbeste Vorlaufzeit und zog locker in den Zwischenlauf. Den begann Daniel mit einem Klassestart, kam gut in den Lauf und nach 40 m führte er das starke Feld souverän an. Immerhin befanden sich in diesem Lauf der kommende Deutsche Meister und Vizemeister. Als Daniel jedoch merkte, dass er in Führung lag, verlor er seine Lockerheit und damit auch die Führung. Im Ziel zeigte die elektronische Uhr 11,09 Sek. und in der Kniebeuge zwickte es leicht. Die Zeit reichte leider nicht ganz für den Endlauf aber immerhin landete er auf dem 11. Platz. 

Am Abend hatte Dominik Köpke das große Vergnügen an den 400 m Hürdenstart zu gehen. Auf Bahn acht musste Dominik ran. Sein großes Ziel war es, den Endlauf zu erreichen. Die ersten 5 Hürden nahm Dominik gut und er mischte im Vorderfeld mit. In der zweiten Kurve verlor Dominik seinen guten Rhythmus zwischen den Hürden und damit auch seine gute Hürdentechnik. Auf der Zielgeraden vermochte Dominik den Rückstand zu den Führenden nicht mehr aufzuholen. Seine Zeit betrug 56,73 Sek., was im Endklassement zum 10. Platz reichte.

Am Sonntag musste Daniel über die 200 m ran. In seinem Vorlauf war der Vizemeister über 100m vom Vortag am Start. Also wieder eine große Herausforderung für unser Sprinttalent. Nach einem hervorragenden Kurvenlauf lag Daniel nach gut 100 m auf gleicher Höhe mit den beiden eben genannten. Jetzt bekam er größere Schmerzen in der Kniekehle, so dass er seinen Lauf nicht durchziehen konnte. Trotzdem brauchte Daniel nur 22,72 Sek. was noch für den B – Endlauf reichte. Jetzt war aber zuerst der Physiotherapeut gefragt und der gab das „Aus“ für diese Meisterschaften. Nun wurde es etwas hektisch, denn die Stellplatzkarte mit den Namen der Staffel musste schnellstens am Stellplatz geändert werden, denn bis zum Staffellauf waren es nur noch 30 Minuten. Bevor so etwas gemacht werden darf, muss der DLV-Arzt bestätigen, dass der Athlet nicht mehr starten kann. Also humpelte Daniel zum Arzt, der auch bestätigte, dass er nicht mehr an den Start gehen konnte. Zeitgleich musste sich Ersatzläufer Simon Preiss auf seinen Start vorbereiten und sich Aufwärmen. Gerade noch rechtzeitig bekam die Aufsicht im Callroom Bescheid, dass die Änderung unserer Staffel in Ordnung ist. Nun waren Simon, Dominik, Malte Buchholz und Tim Struckmann im ersten Vorlauf gefragt. Obwohl Simon noch nie auf Dominik gewechselt hatte, klappte dieser Wechsel wie auch die beiden anderen recht gut. Die läuferische Leistung stimmte ebenfalls und so kamen unsere Jungs als 5. nach 43,25 Sek. zeitgleich mit der viertplatzierten Staffel, der Startgemeinschaft Ostwestfalen/ Lippe, ins Ziel. Nach den beiden Vorläufen wurde unsere Staffel als 9. geführt, zeitgleich mit den Ostfalen. Nach einigen Minuten wurde das Ergebnis korrigiert und unsere Staffel stand zeitgleich vor den Ostfalen. Ca. 30 Minuten später gab es die nächste Korrektur. Jetzt wurde die Zeit nicht mehr in 1/100 Sek. sondern in 1/1000 Sek. angegeben und dabei zogen wir um winzige 4/1000 Sek. den Kürzeren. Trotz sehr guter Leistungen bei diesen Meisterschaften wurden unsere Jungs diesmal nicht vom Glück verfolgt.

Über 3 x 800m kam die Startgemeinschaft OTB/Garrel/Molbergen mit Lea Brandewie, Isabella Kuhn sowie Schlussläuferin Tina Böhm als Siegerinnen des 1. Vorlaufes auf den hervorragenden 12. Platz. Die Zeit des Trios: 6:50,98 Minuten. Wieder einmal zeigte Tina ein herausragendes Rennen. Insgesamt waren 22 Staffeln am Start. Das Trio steigerte sich gegenüber den Landesmeisterschaften in Löningen (1. Platz in 7:06,01 Minuten) um unfassbare 15 Sekunden.

 

Auf den sehr guten 14. Platz kamen Matthias Hardt, René Menzel und Jan Niklas Böhm über 3 x 1000m. In Mönchengladbach musste für das Team von Trainer Dr. Michael Karsch der Läufer René Menzel einspringen - und das mit gebrochener Mittelhand. René hatte sich als eigentlicher Stammläufer dieser Staffel vor 2 Wochen im Training die linke Mittelhand gebrochen und war damit eigentlich raus aus der Staffel. Aber nach einigen anderen Absagen ließ er sich nicht lange bitten und half an 2. Position laufend seinem Team mit Mathias Hardt und Niklaus Böhm. Dick in Gips eingepackt lief René die 1000m in einer sehr beachtlichen Zeit und das Team schaffte im ersten Zeitlauf den tollen vierten Platz. In 7:30,10 Minuten schaffte das OTB-Trio zudem die zweitschnellste Zeit einer Osnabrücker Staffel im Freien überhaupt. Insgesamt waren 22 Staffeln am Start.

 

Und noch ein 800m-Knaller: Josh Pütz 1:54,18 Minuten in Luxemburg

Josh Pütz erreichte bei einem Sportfest in Luxemburg eine neue Bestleistung über 800m! Mit der neuen Bestzeit von 1.54,18min steigerte sich um über 1 Sekunde (zuvor: 1.55,7). Bei dem Wettkampf in Luxemburg wurde er Dritter.

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