Silvesterlauf bekommt Rückendeckung von Umweltverbänden und Fachleuten

Das Umweltforum Osnabrücker Land hält das Naturschutz-Argument der Heger Laischaft für „vorgeschoben“. Andreas Peters, Vorsitzender des Nabu Osnabrück und des Dachverbandes Umweltforum Osnabrücker Land, erklärte, es sei „nicht nachvollziehbar“, dass die Heger Laischaft den Lauf ab 2022 aus Naturschutzgründen nicht mehr auf einem Teilstück durch das Heger Holz stattfinden soll. "Die Heger Laischaft sollte sich lieber um den zukunftsfähigen und nachhaltigen Waldumbau kümmern, statt hier mit vorgeschobenen Argumenten einen harmlosen Silvesterlauf im Winter zu torpedieren. Für die Osnabrücker Umweltverbände kann ich jedenfalls nur betonen, dass aus unserer (Naturschutz-) Sicht keine Bedenken gegen den traditionellen Silvesterlauf bestehen. Lasst den Menschen doch bitte ihr (sportliches) Naturerleben!"



Volker B. schreibt: Kann die Heger Laischaft ihre Naturschutzbedenken bitte etwas mehr konkretisieren als „Wir müssen auf das Heger Holz aufpassen.“?

Ich bin wie leicht zu recherchieren vom Fach und nehme den Naturschutz so ernst wie kaum ein anderes Thema, aber auch mehrfacher Teilnehmer des Silvesterlaufes. Im konkreten Fall frage ich mich allerdings, welchen Schaden eine an einem Wintertag - außerhalb von Brut- und Setzzeit sowie außerhalb der Vegetationsperiode - entstehen soll, wenn eine deutlich größere Zahl an LäuferInnen als sonst auf einem bestehenden, mäßig befestigten und auch ansonsten öffentlich benutzten Weges in einem kurzen Zeitfenster am späten Vormittag dort vorbeiläuft?

Laufen ist allgemein eine naturverträgliche Sportart, sofern für störempfindliche Tier- und Pflanzenarten sowie bestimmte Böden bedeutsame Bereiche nicht oder nicht in sensiblen tages- und jahreszeitlichen Phasen durchquert werden. Der Silvesterlauf ist ein äußerst beliebtes Ereignis, das hoffentlich trotz Corona wieder stattfinden kann (was ich ohnehin für mehr als unsicher halte), da erwarte ich schon eine stichhaltige Begründung, die auch den Fachmann überzeugen kann.

Übrigens haben sich die Osnabrücker Umweltverbände regelmäßig zu verschiedensten Vorhaben kritisch geäußert, auch zu bestimmten "Events". Hierzu allerdings meines Wissens nie.